RE: Märchenstunde
.....Teil 3........
Physikalisches Märchen
Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die hiess Elektroliese und lebte vor vielen
vielen Lichtjahren im Lande Physikalien. Seit ihrer frühesten Jugend an war sie dem Graphen
Seismo aus dem edlen Geschlecht der Tele-Graphen zugetan. Doch Graph Seismo hatte einen
Wiedersacher den Graphen Oszillo von Kelvingrad.
Eines Abends sass Elektroliese alleine in ihrem Wilson-Kämmerlein beim Schein einer
Bogenlampe. Die Temperat-Uhr hatte gerade zehn geschlagen, da ward die Tür geöffnet und
Graph Oszillo trat ein. Bevor Elektroliese nun einen einzigen Pro-Ton äussern konnte, hatte
Oszillo sie schon in seine Gay-Lus-Sack gesteckt und brachte sie im nächsten Dreh-Moment
auf seine Druckfort-Pflanzung.
Dort gediehen die wunderbarsten Bleibäume, die duch ihre Quadrat-Wurzeln den saftigen Glüh-
Birnen das notwendige Kristallwasser zuführten. Aber Elektroliese war sehr traurig, denn
sie liebte nur den Graphen Seismo. Dieser hatte schon von der Entführung gehört, und traf
Vorbereitungen, seine Geliebte zu retten. Er schnürte sein Strahlen-Bündel, röstete sich
noch ein paar Atomkerne und Sinnüsse und machte sich dann mir seinem getreuen Knappen
Wolfram Linse auf den Weg. Nachdem sie den elektrischen Strom überquert hatten, und
schliesslich durch das Bime-Tal gegangen waren, gelangten sie in Elektrolieses Nähe.
Wolfram Linse musste Wache stehen, während Seismo Elektroliese entführte. Sie hatten
grosses Glück, denn der Wächter hatte gerade einen elliptischen Anfall.
Durch das Isola-Tor gelangten sie ins freie, und jagten mit dem Farad über das Kilo-Watt,
vorbei an Neutronenquellen, durch Magnetfelder, bis sie sich dem Wechselstrom näherten.
Dort liessen sie sich von der Ionos-Fähre übersetzen und gelangten nach einer langen Fahrt
mit dem Flaschenzug in ihre Heimatstadt.
Gerade fielen die letzten Röntgenstrahlen der Abendsonne auf die summenden Tur-Bienen, da
stand der rachsüchtige Oszillo vor den Flüchtlingen. Innerhalb einer Ampersekunde hatte
Seismo sein Strom-Messer gezückt und schleuderte es mit seinem Kraft-Arm auf Oszillo. Doch
erst mit dem Wagnerschen Hammer brachte er das Megaherz seines Gegners zum Stillstand. Am
Abend, als Elektroliese und Seismo in der Milli-Bar sassen, entschlossen sie sich zu
heiraten.
Eine Woche darauf ward wie Hochzeit gefeiert. Gross waren die Feierlichkeiten. Mit Zünd-
Kerzen waren die Stadttore, das Akkumula-Tor, das Kondensa-Tor und das Transforma-Tor
erleuchtet. Die Kapelle spielte heisse Loga-Rhythmen, von einem Tori-Cello begleitet, und
ein Sänger sang Kath-Oden. Zum Essen gab es Konkavlinsensuppe, Spezi-Fische, die auf
Atomgittern gegrillt worden waren, mole-kühlte Kompon-Enten, die man mit Stimmgabeln und
Kraftmessern ass, und zum Nachtisch mehrere Dia-Gramm Phosph-Ohren, in Elektronenschalen
gewickelt.
Am nächsten Tag brachte die Hydraulische Presse einen grossen Artikel darüber heraus. Graph
Seismo und Elektroliese lebten noch lange Lichtjahre glücklich zusammen, und wenn sie nicht
gestorben sind, dann strahlen sie noch heute!!!
Gerold
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